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Wenn Roboter träumen lernen.

 
Wenn man sich fragt was den Menschen eigentlich als Menschen definiert und wodurch er sich auszeichnet, würden viele die Intelligenz anführen. Der aufrechte Gang ist ein weiteres körperliches Merkmal, das uns von den Tieren unterscheidet. Außerdem haben wir eine Kulturgemeinschaft gebildet und so gelernt Wissen auszutauschen und davon zu profitieren. Wir sind fähig zu schreiben und so Errungenschaften an die nächste Generation weiterzugeben.(1)
 
Es war den Menschen immer schon wichtig eine Grenze zu ziehen zwischen sich und den übrigen Lebewesen, da es ihnen seit jeher wichtig war eine vorrangige Stellung einzunehmen. Doch mit der immer weiter fortschreitenden technischen Entwicklung verlieren die Menschen ihre erhabene Position. Teilweise ohne es gar zu bemerken. Hiermit schließe ich an die Blogeinträge meiner Kollegen an, in besonderer Berücksichtigung des Films "A.I.- Artificial Intelligence".
 
Ich lege mein Augenmerk vor allem auf diesen Film, da er zeigt, dass nicht nur künstliche Tiere Realität werden könnten, sondern ebenso künstliche Kinder bzw. Menschen. Denn wo zieht man die ethische Grenze? Künstliche Tiere sind in Ordnung, da es ja "nur" Tiere sind? Aber vor Menschen muss dann gestoppt werden? Na ja so ganz stimmt das auch nicht mehr, denn es gibt eine Vielzahl von Projekten, die daran arbeiten so menschenähnliche Roboter wie möglich zu schaffen. 
 
Zuerst werde ich auf die neuesten Errungenschaften bezüglich humanoider Roboter in der Gegenwart eingehen und später dem Beispiel des Films folgen. Und überlegen was es für Auswirkungen gebe, würden wir Roboter haben, die den Menschen zu glichen, dass man keinen Unterschied mehr feststellen könnte. Japan übernimmt in der heutigen Zeit eine klare Vorreiterrolle ein. Die japanische Firma Kawada Industries hat das Modell HRP-3 entwickelt.
 
Besonders viel Wert wurde auf die Ausstattung des Roboters mit Software für die Zusammenarbeit mit Menschen gelegt. Die 1,60 Meter großen und 68 Kilo schweren Roboter sollen in Japan gleich in mehreren Bereichen eingesetzt werden. Im sozialen Bereich ist der Einsatz in der Altenpflege geplant. Der Grund dafür liegt in der erhöhten Veralterung der Gesellschaft und einem gleichzeitigen Mangel an qualifizierten Pflegepersonal. (2)
 
Man sieht es wird viel Wert darauf gelegt, dass die Roboter gut mit Menschen arbeiten können. Hier wird das Beispiel der Altenpflege angeführt. Doch hier drängt sich zugleich die Frage auf, inwiefern es gut für alte Menschen ist, ausschließlich Kontakt zu Maschinen zu haben. Alte Menschen sind oft sehr einsam und ich galube kaum, dass Maschinen ihnen diese Einsamkeit nehmen können. Doch humanoide Roboter wurden auch schon in der Interaktion mit Mensche getestet. Das Modell HRP-2 wurde Menschen auf öffentlichen Plätzen vorgeführt.
 
Die Salzburger Soziologin Astrid Weiss lässt Roboter auf öffentlichen Plätzen auf die Menschen los und beobachtet, was passiert. Das Forschungsprojekt läuft noch bis 2009.  
Männer fanden zwar die humanoide Gestalt des Roboters sehr toll, hielten es aber für sinnvoller, wenn der Roboter nur aus einem Arm auf einem Rollwagen bestünde, der diesen Bewegungsablauf perfekt ausführt. Frauen hingegen fanden den Roboter genau deshalb wohlgefällig, weil er sich in der Interaktion menschenähnlich verhalten hat.  (3)
 
Man sieht, dass Frauen und Männer auch unterschiedlich auf diese Roboter reagieren, dieses Phenomän zeigt sich ebenfalls im Film "A.I". Doch noch interessanter ist es zu beleuchten wie diese Entwicklung sich auf das soziale Leben von Kindern auswirkt. Dies führt die Soziologin Astrid Weis anhand des Beispiels von Tierrobotern an.
 

Wenn Roboter immer humanoider werden, wird es zunehmend schwieriger, Menschen von Maschinen zu unterscheiden. Wie wirkt sich das auf den Sozialisierungsprozess der Kinder aus, die mit humanoiden Robotern aufwachsen?

Natürlich wirft diese Entwicklung ethische Fragen auf. Wenn ein Kind mit dem Roboterhund Aibo als Spielzeug sozialisiert wird und feststellt, dass der Aibo ein Hund ist, den man ausschalten kann und sich dann nicht darum kümmern muss, wird es dann auch natürliche Hunde so behandeln? Darauf gibt es bis jetzt nur ethische Antworten, wir haben noch keine Langzeitstudien, die darüber Auskunft geben könnten.(4)

Es ist noch nicht abschätzbar wie weitreichend und einschneidend diese Entwicklung in der ZUkunft sein wird. Werdn unsere Kinder nur noch mit "Tierimmitaten" spielen und wird es wie in "Do Androids dream of electric sheep" eine Liste geben welche Tiere es noch gibt und welche bereits vor langer Zeit ausgestorben sind? Dies sind Fragen, die es sichh zu stellen gilt.

Im Film "A.I.-Artificial Intelligence" ist dieser Prozess bereits sehr weit fortgeschritten. Es gibt die sogenannten "Mechas", Roboter, die den Menschen sehr stark gleichen und der Höhepunkt dieser Schöpfung ist der kleine David. Er kann wahre Liebe empfinden, darauf wurde er programmiert. Doch dieser Umstand wirft die Frage auf, ob man als "Besitzer" dieses Mechas dann nicht ebenso verpflichtet ist, diesen "zurückzulieben".

"Wenn wir einen Roboter programmieren, uns zu lieben, haben wir dann nicht die moralische Verpflichtung, ihn ebenso zurück zu lieben?" Diese eigentliche Kernfrage des ganzen Films wird in der Eröffnungsszene Davids Erschaffer gestellt, und es ist zu vermuten, dass es Kubrick ursprünglich genau darum ging: Kann man solch eine Maschine lieben, oder sollte man es sogar? Haben wir eine Verantwortung gegenüber einer Maschine, der wir zu lieben beibringen, und die ergo eine entsprechende Gegenreaktion erwartet? Sind die Gefühle, die eine liebende Maschine in uns auslösen kann, als ebenso wertvoll, echt und richtig zu bewerten wie jene, die ein anderer Mensch hervor ruft? (5)

Das sind fragen, die sich die Menschen zu stellen haben, wenn die Entwicklung weiterhin so schnell voranschreitet. Ich finde der Film zeigt sehr gut, die andere Seite dieser wissenschaftlichen Errungenschaft, denn sobald Gefühle ins Spiel kommen, verkompliziert sich die Sache um ein Vielfaches. Dies ist auch an Monica zu erkennen, welche anfangs nur eine Maschine in David sieht und später doch sehr starke Gefühle für ihn hegt, denn sie bringt es nicht über ihr Hrez in "vernichten" zu lassen, sondern setzt ihn lieber aus. Ist man überahupt berechtigt ein Wesen, das sichtlich Gefühle entwickeln kann zu "töten"?

Ich wählte den Titel "Wenn Roboter träumen lernen" , weil als David seinen Schöpfer trifft erklärt ihm dieser, dass David deswegen so besonders sei, da er gelernt hätte zu träumen. Und dies sei eine menschliche Eigenschaft. Wenn Roboter wie Mneschen agieren und sogar lernen zu fühlen wie wir, wie lange wird es dauern bis sie die bessere Variante von und sind?

 

Literatur:

(1) Vgl. Mayers grosses Univerasl Lexikon. Band 9. Mensch, S.272

(2) "Menschliche" Roboter erobern Japan, http://www.rp-online.de/public/article/digitale/computer/450896/Menschliche-Roboter-erobern-Japan.html, 20.04.2009

(3)Elisabeth Werthmann, "Allzu menschliche Roboter werden unheimlich", https://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/351688/index.do, 13.04.2009

(4) Elisabeth Werthmann, "Allzu menschliche Roboter werden unheimlich", https://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/351688/index.do, 13.04.2009

(5) F-.M. Helmke, "A.I.-Künstliche Intelligenz", http://www.filmszene.de/kino/a/ai.html, 25.05.2009


 


4.6.09 11:25
 


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