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Dangerous Days – Making Blade Runner

Regisseur: Ridley Scott
Genre: Action | Sci-Fi | Thriller
Darsteller: Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young, Daryl Hannah, M. Emmet Walsh [1]


Nach anfäglichen Schwierigkeiten bezüglich Drehbuch und Titelgebung gab es eine Fassung von „Blade Runner“  mit dem Titel „Dangerous Days“ nach Hampton Fancher, welcher jedoch viel zu sehr an Star Wars erinnerte und abgelehnt wurde. Zu dieser Zeit starb Ridley Scotts älterer Bruder an Krebs, woraufhin man Ridley mit dem Drehbuch vertraut machte. Die beiden Brüder standen sich sehr nah und Ridley durchlebete eine der härtesten Zeiten seines Lebens. Scotts damaliger Gemütszustand verhalf ihm, solch einen dunklen Film über die Schöpfung, über Kontrolle und auch darüber, die Kontrolle und den Kampf gegen den Tod zu verlieren, zu konstruieren. Viele machten sich Sorgen, dass Scott in seiner momentanen Lage überfordert gewesen wäre, jedoch vollbrachte er einen hervorragenden Job.  Ridley Scott wollte die Hauptfigur auf spektakuläre Art und Weise in den Film einführen, aber er wollte es so machen, dass eine  Vorstellung dieser extrem futuristischen Welt entstand. Die Figur Deckard wurde im Drehbuch nicht näher beschrieben, sodass ihn jeder hätte spielen können. Der Produzent Michael Deeley meint, dass es bei der Besetzung darum ging die Figur zu definieren. Deckard sei eine unscheinbare, nicht sehr heldenhafte Figur, die dennoch ein großer Bestandteil des Films ist. So kam es, dass Harrison Ford sehr geeignet schien, diese Figur zu spielen, da er nie zuvor solch eine Rolle gespielt hatte und ein gutes Training unter anderen Regisseuren genoss.Mit der 1. Drehbuchversion von „Blade Runner“ konnte sich Harrison Ford nicht anfreunden, da es eine Erählerstimme gab. Er wollte, dass die Informationen, zu denen der Zuschauer durch die Erzählerstimme gelang, direkt in die Szenen eingebaut werden. So könnten die Zuschauer besser die Informationen und die Figur entdecken, indem sie diese im Kontext mit seiner Arbeit sehen und nicht nur davon hören.
Das Budget für den Film war begrenzt und bei den Dreharbeiten musste die Modernisierung an der Oberfläche des Studiogeländes entstehen, auf der gewöhnliche Gebäude standen. An diese wurden Rohre, Klimaanlagen und Leitungen angebracht, was dem Ganzen einen besonderen Touch gab.
Tony Scott (Director Deja Vu) behauptet in einem Interview, dass alles, was er über Ridley Scott und diesen Film wüsste, Wut sei. „Wut auf Leute, die seine Arbeit oder seine Arbeitsweise  nicht verstanden.“ Ridley Scott sei ein Regisseur mit genauen Vorstellungen und starkem Durchsetzungsvermögen.[2]
Man wollte für Blade Runner die perkekte Filmmusik finden, die ideal zu solch einem Genre passt. Es dauerte ungefähr zwölf Jahre bis die Originalmusik von Vangelis offiziell erschien. Und selbst diese legale Veröffentlichung ist nicht das, was man als Filmmusik gerne hätte. Zwischendurch hört man beispielsweise Dialoge, was von vielen Filmmusikliebhabern als eine Todessünde betrachtet wird. Und diese Dialoge sind noch nicht einmal mit der tatsächlich im Film zu hörenden Musik unterlegt, sondern mit Stücken aus völlig anderen Szenen beziehungsweise Musik, die gar nicht im Film vorkam. Wenn man genau hinhört, kann man in dem Stück »Blush Response« sogar die Originalmusik zu den zu hörenden Dialogen vernehmen, die dann allerdings durch ein anderes, das hauptsächlich zu hörende Stück überlagert ist. Als ob man geahnt hätte, dass die legale Publikation so aussehen würde, veröffentlichte ein »Label« namens Off-World die seit Erscheinen des Films kursierende Bootleg-MC als CD. Inhaltlich ist sie die komplette Filmmusik beziehungsweise kompletter als die offizielle Edition von Warner.  Nun gibt es aber im Prinzip zwei verschiedene Bootleg-Versionen, die sich nicht nur erheblich durch die Tonqualität unterscheiden, sondern auch durch den Film selbst, denn das Off-World-  basiert auf der ursprünglich veröffentlichten Filmversion von 1982 und das Deck-Art-Boot scheint der Tonspur des in den frühen Neunzigern erschienen »Director's Cut« entnommen zu sein. [3]
„Die Musik nimmt grundsätzlich die Themen der Nostalgie und der Durchmischung verschiedener Epochen und Kulturen durch. In Anlehnung an den Film noir sind etwa blues- und jazzartige Saxofon- (von Dick Morrissey) und Trompetensoli zu hören. An anderen Stellen des Films läuft Synthesizermusik, die Anfang der 1980er noch deutlich futuristischer und Science-Fiction-typischer war als heute. Aus einer der Werbetafeln erklingt japanische Biwa-Musik. Besondere Bedeutung hat die Musik in Szenen mit wenig Dialog, so etwa in den fast wortlosen romantischen Szenen zwischen Deckard und Rachael – die selbst eine kurze Chopin-Variation am Klavier spielt –, beim Kampf zwischen Deckard und Roy oder bei der Hinrichtung der Replikantin Zhora. Auch die Eröffnungssequenz mit dem Blick über die Stadt und der Sterbemonolog Roys werden von der Musik in ihrer Wirkung deutlich verstärkt. Einige musikalische Leitmotive ziehen sich durch den Film. Es ist auch auf den oft auftretenden Widerhall von Geräuscheffekten hingewiesen worden, der das hörbare Äquivalent zur nebligen, paranoid-eingeschlossenen Atmosphäre des Films darstelle.“[4]
Für David L. Snyder (Art director)  ist „Blade Runner“ der letzte analoge Science Fiction Film der enstand, weil man damals nicht die Vorteile hatte, die die Filmemacher heute genießen und er ist froh, dass es so war, denn seiner Meinung nach gibt es an dem Film nichts Künstliches. Es gibt keine computergenerierten Bilder und es war somit ganz normales altmodisches Filmemachen mit Lampenstativen und Klebeband und  großen 65 mm Kameras. Rückblickend gesehen ist es einer der letzten Spezialeffektfilme mit Kameratechnik, der gemacht wurde. Der Film hat extrem wenige visuelle Effekte. Da die Effekte nicht groß herausstachen, waren sie in visuelle Ereignisse integriert und alles passte perfekt zusammen. „Blade Runer“ ist eine Studie über die Zukunft und viele Menschen wollten damals keine Zukunft sehen, wie sie im Film vorhergesagt wurde. Ridleys Genie in Hinsicht auf Maßstab und Szenenbild verstärkt die Tatsache, dass es eine fesselnde Geschichte ist.[5]



[1] Vgl. Blade Runner Final Cut, Regie: Ridley Scott, USA 2007 (1982), Rückseite

[2] Vgl. Dangerous Days. Making – of Blade Runner, 214 Min., 2007.

[3] Vgl. „Der Perfekte Blade Runner Soundtrack“, „pointlessdotProductions“, http://ptless.org/bladerunner.html, 28.05.2009.
[4] „Blade Runner. Soundtrack von Vangelis,  „digitaldvd“, http://www.digitalvd.de/entertainment/soundtracks/blade-runner-soundtrack-von-vangelis/, 28.05.2009.
[5] Vgl. Dangerous Days. Making – of Blade Runner, 214 Min., 2007.

 

1.6.09 18:47
 


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