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Der Mensch als Kollateralschaden

Kissmet und Actroid als potentielle Bedrohung der Menschheit.

 

In den vorangegangenen Blogs haben wir darüber berichtet, wie die Welt des PKD in Bezug auf künstliche Menschen und Androiden beschaffen ist und welche Thesen sie zusammenhalten. Wie sieht es allerdings konkret in der heutigen Gesellschaft aus? Welche Roboter und Androiden, gibt es schon die auch als solche deklariert werden? Die Robotertechnologie ist schon viel weiter entwickelt, als die breite Masse glaubt – soviel sein schon einmal vorweg genommen.

 

Wenn man das Wort „Roboter“ hört, denkt man in erster Linie an ein Land. Japan. Unser erstes Beispiel kommt jedoch aus Massachusetts in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelte einen Roboter mit Namen „Kissmet”. Dieser sieht zwar nicht sehr menschlich aus, kann jedoch erstmals menschliche Emotionen generieren und an sein Gegenüber anpassen. Die Entwickler dieses Roboters arbeiten mittlerweile fieberhaft daran, die gesamten menschlichen Emotionen kopierbar zu machen um „Kissmet“ noch menschlicher zu machen. Dieser Schritt könnte, unserer Meinung nach, auch der erste der Firma Penfield in Blade Runner gewesen sein, als sie die Stimmungsorgeln entwickelten die wir in einem unserer letzen Einträge schon erwähnten.

Nun aber zum Geburtsland der Robotertechnologie. Japan. Osaka um genau zu sein. Die Osaka University hat 2003 einen Roboter vorgestellt, der haargenau aussieht wie eine durchschnittliche japanische Frau. Ihr Name klingt weniger Durchschnittlich: Actroid. Die erste Generation dieses Roboters bestach durch die hohe Ähnlichkeit zu einem Menschen. Silikonhaut, Glanz in den Augen und eine Perücke die das menschliche Erscheinungsbild abrundete. Mittlerweile geht dieser Roboter schon in die fünfte Generation und hat sich auch dementsprechend weiterentwickelt. Actroid kann jetzt auch sprechen und ihre Bewegungen gleichen hinsichtlich der Schnelligkeit auch schon denen eines Menschen. Seit 2005 wird Actroid auch als Messehostess eingesetzt.

 

Für uns hat Actroid eine verblüffende Ähnlichkeit mit den Robotern in „Second Variety“. Sie ist so ausgereift dass man sie (fast) nicht mehr als Roboter identifizieren würde. Bei ihr kann uns das nicht gefährlich werden. Wenn diese Roboter jedoch in naher Zukunft selbstständig denken können, dauert es sicher nicht mehr lange bis der Mensch beschließt, diese Maschinen für Kriegszwecke einzusetzen. Hier beginnt die verheerende „Nebenwirkung“ der gesamten Robotertechnologie. Wenn wir unsere „Feinde“ nicht mehr von uns selbst unterscheiden können, wird es für den Menschen unmöglich sein weiterhin der Überlegene zu sein.

 

„As the Tassos reached for him, a last ironic thougth drifted through Hendricks‘ mind. He felt a little better, thinking about it. The bomb. Made by the Second Variety to destroy the other varieties. Made for that end alone. They were already beginning to design weapons to use against each other.”

 

Eins wird sicher sein, und das bestätigt uns auch „Second Variety“. In einem Krieg der Maschinen gibt es einen Verlierer der schon vor jeglicher Kampfhandlung feststeht. Jedoch nur als Kollateralschaden. Der Mensch.

 

 Literaturverzeichnis

Briseño, Cinthia: Humanoide Roboter. Eine Lady aus Blech kann keine Gefühle haben. In: Stuttgarter Zeitung online.  Hg. Stuttgarter Zeitung online, https://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1962813_0_2147_humanoide-roboter-eine-lady-aus-blech-kann-keine-gefuehle-haben.html, 2009, 1.5.2009.

 

Wikimedia Foundation. Inc, Actroid, Wikipedia. The Free Encyclopedia, Hg. Wikimedia Foundation. Inc, http://en.wikipedia.org/wiki/Actroid, 10.5.09.

 

Dick, Philip K., Second Variety (zu Studienzwecken kopierte Ausgabe).

14.5.09 17:29
 


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